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Der S&P-500-Index enthält die 500 größten börsennotierten Unternehmen aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Top-Positionen in ETF-Produkten auf Basis des S&P-500-Index sind derzeit Apple Inc., Microsoft Corp., Alphabet Inc., Amazon.com Inc. und Tesla Inc. die bekanntlich nicht nur zu den größten und erfolgreichsten US-amerikanischen Unternehmen, sondern gleichzeitig auch zu den größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt gehören.

Im Zeitraum von 1957 bis heute weist der S&P-500-Aktienindex eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von circa 10,5 Prozent auf [1]. Für manche klingt das nach viel, für mache klingt das nach wenig. Fakt ist: Je nach Statistik sind 80 Prozent und mehr aller aktiven Fonds nicht in der Lage, mit ihren aktiven Stock-Picking-Strategien diese Performance langfristig zu schlagen [2]. Legendäre Investoren wie Peter Lynch oder Warren Buffett sind Ausnahmeerscheinungen. Aber nicht nur eine Mehrheit der „Börsengurus“ und institutioneller Investoren (inklusive Hedgefonds) ist unfähig, ein simples Investment in einen S&P-500 ETF-zu schlagen, sondern natürlich auch die große Mehrheit der Privatinvestoren, die ihre Portfolios selbst zusammenbaut.

Nimmt man dann noch den Faktor Zeit dazu, spricht noch mehr für den S&P 500, denn während aktive Investoren viel Zeit für Research aufwenden müssen, um überhaupt die Chance zu haben, den Markt respektive den SPX zu schlagen, müssen passive Investoren de facto gar keine Zeit für Research verwenden. Darüber hinaus fallen weniger Transaktionsgebühren an. Doch ist der S&P-500-Index überhaupt der beste Index? Der S&P-500-Index hat besser performt als der MSCI-World-Index oder der DAX 40. Ebenso hat sich der SPX wesentlich besser entwickelt als der trendige Clean-Energy-Index. Der einzige relevante Index, der den SPX bereits seit einiger Zeit outperformen kann ist der NASDAQ-100-Index, der ausschließlich Technologie-Unternehmen enthält und nicht wie der SPX auch Unternehmen aus der Finanz-, Gesundheits- oder Energiebranche. Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass Technologie-Aktien für immer und ewig besser laufen werden als andere Aktien. Der SPX ist besser diversifiziert – 500 versus 100 Aktien sind ein klarer Unterschied.

Wie sich ein Einmal-Investment von 10.000 € im Juli 2007 bis September 2021 entwickelt hätte

Die Underperformance gegenüber dem NASDAQ 100 in den letzten Jahren nehme ich gerne in Kauf, da ich gerade langfristig gesehen dann doch eher eine etwas konservativere Anlagestrategie einer spekulativeren vorziehe. Letztlich ist es aber auch gar nicht so entscheidend, für welchen Aktienindex man sich entscheidet. Die wichtigste Fähigkeit, die ein erfolgreicher Investor haben muss, ist Geduld. Man muss den Unternehmen Zeit geben, zu prosperieren und zufallsbedingte kurzfristige Marktschwankungen ignorieren.

Die Börse ist ein Instrument, um Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen zu transferieren. – Warren Buffett


[1] https://www.investopedia.com/ask/answers/042415/what-average-annual-return-sp-500.asp

[2] https://www.whitebox.eu/magazin/value-investing/indexfonds-langfristig-besser

Disclaimer: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung, keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzprodukte. Alle Angaben ohne Gewähr.