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Jakob Reidick´s Webseite – Gedanken eines Libertären

„Das Ziel im Leben ist nicht, aufseiten der Mehrheit zu stehen, sondern aus den Reihen der Wahnsinnigen auszubrechen.“ – Marc Aurel, römischer Kaiser und Philosoph 

Hinweis: Auf dieser Webseite finden Sie ausschließlich meine Gedanken und meine Meinung. 

Publikationen:

Selfmade Hedgefonds – Auch Sie können investieren wie die großen Stars der Wallstreet* 

Das Gesetz (Übersetzung von Frederic Bastiats Werk The Law)*

Kapitalismus und Freiheit 

„Obwohl der Kapitalismus Ungleichheit erzeugt, was er eindeutig tut, produziert er auch Wohlstand und alle anderen Systeme tun dies nicht – sie produzieren ausschließlich Ungleichheit.“ – Jordan Peterson, kanadischer Psychologe und Schriftsteller

Freiheit ist ein großes Wort, für mich ist es das wichtigste von allen. Ein Leben in Unfreiheit ist nicht lebenswert, denn der Mensch kommt frei auf die Welt und unser Schöpfer hat sich dabei sicherlich etwas gedacht. Ich bin mir sicher: Der Mensch ist dazu bestimmt, frei zu denken, frei zu handeln, in jeder Hinsicht frei zu sein. Deswegen bin ich libertär. Als Libertärer kommt für mich nur eine Wirtschafsform in Frage: der Kapitalismus. Der Kapitalismus basiert vor allem auf zwei Dingen, auf Wettbewerb und freiem Handel. Für die meisten Menschen klingt das heutzutage unethisch, doch der Kapitalismus ist alles andere als unethisch. Im Gegenteil: Der Kapitalismus ist die einzige Wirtschaftsform, die effektiv ist (Trial & Error, Selbstreinigung durch Wettbewerb) und zugleich ethisch vertretbar. Solange gleiche Regeln respektive Gesetze für alle gelten und Markt und Wettbewerb wirklich frei sind, ist der Kapitalismus beinahe fehlerfrei. Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und Produkten, die ausreichend nachgefragt werden, werden sich durchsetzen, andere Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen die z. B. aufgrund von Qualitätsmängeln nicht nachgefragt werden, werden über die Zeit insolvent werden und zwar von alleine. Diese Selbstreinigungskraft macht freie Märkte so effizient. Einen Staat braucht es hier eigentlich gar nicht, in der Regel verschlechtert ein Staat sogar den Markt, indem er Unternehmen, die auf natürliche Art und Weise zu den „Verlierern“ gehören, subventioniert, somit in den Wettbewerb eingreift und die oben genannte Selbstreinigungskraft außer Kraft setzt. Ich sage nicht, dass es ganz ohne Staat geht. Ein Minimalstaat bzw. schlanker Staat, wie ihn der österreichische Ökonom und Philosoph Friedrich August von Hayek immer gefordert hat, ist durchaus sinnvoll. Seine Hauptaufgabe sollte darin bestehen, sicherzustellen, dass alle Unternehmen sich an die „Spielregeln“ halten und es z. B. nicht zu geheimen und kritischen Preisabsprachen kommt. Neben dieser Aufgabe sollte der Staat noch für Sicherheit sorgen, indem er Polizei und Militär stellt – das sollen dann aber auch alle seine Kompetenzen gewesen sein. Alles andere, vielleicht noch mit Ausnahme des Gesundheitswesens, sollte in private Hand gegeben werden. Durch diese massive Reduzierung des staatlichen Einflusses könnte man die Steuerlast für den einzelnen dramatisch reduzieren und eine Flat-Tax von beispielsweise 20 % einführen und hätte dennoch einen funktionieren freien Markt, Rechtssicherheit und garantierte Freiheit durch ein Grundgesetz und klare Spielregeln sowie innere und äußere Sicherheit (Polizei, Militär). Niedrigere Steuern würden Unternehmen aus aller Welt anziehen und somit die Innovationskraft und Kompetitivität signifikant steigern. Wenn man jenes Beschriebene (den beschriebenen Minimalstaat) in Deutschland umsetzen würde, würde dieses Land praktisch in jeder Hinsicht davon profitieren. Es ist eigentlich ganz simpel: Weniger Staat führt zu mehr Freiheit.

Skin in the Game oder direkte Demokratie 

„Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: Ich, der Staat, bin das Volk.“ – Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph und Schriftsteller 

Der libanesisch-amerikanische Finanzmathematiker, Trader, Zufallsforscher und Schriftsteller Nassim Taleb fordert gleich auf einer der ersten Seiten seines Buches Skin in the Game, dass „Menschen, die kein persönliches Risiko eingehen, nie mit Entscheidungen betraut werden sollten“ (S. 28). Das ist eine Art Rundumschlag, der sich vor allem gegen unsere Berufspolitiker und Bürokraten richtet. Egal, ob es sich um den amerikanischen, kanadischen, mexikanischen oder französischen Präsidenten oder den deutschen oder österreichischen Kanzler handelt – jeder von ihnen genießt trotz seiner enormen Macht Immunität. Egal was sie tun, sie persönlich gehen kein Risiko ein. Dieser Umstand, der ja nicht erst seit gestern besteht, hat unsere Welt zu einem fragileren und gefährlicheren Ort gemacht. Würde es eine Politikerhaftung geben, so wie Taleb sie indirekt und ich sie direkt fordere, würde unsere Welt auf Knopfdruck eine bessere – und eine gerechtere. Angenommen, einem hochrangigen Politiker mit großer Entscheidungsgewalt, sagen wir, einem Ministerpräsidenten, würde eine Strafe drohen , wenn er eine schlechte Entscheidung treffen würde, würde er dann nicht deutlich länger und gründlicher überlegen? Würde dieser Umstand die Qualität seiner Entscheidungen nicht dramatisch erhöhen? Doch, das würde es! Außerdem würde es dazu führen, dass nur wirklich qualifizierte Menschen überhaupt Politiker werden würden, denn inkompetente Kandidaten würden vor der persönlichen Haftung zurückschrecken und es gar nicht erst versuchen. Überhaupt würde die Zahl des Politikernachwuchses dezimiert, aber das ist auch gut so. Die meisten, die denken, sie hätten das Zeug dazu, ein guter Politiker zu sein, haben es nicht. Sie können es auch gar nicht haben, wenn sie z. B. Finanzminister sind, aber Jura studiert haben oder Gesundheitsminister sind und eine Banklehre sowie ein Studium der Politikwissenschaft absolviert haben. Hätten sie wirklich Skin in the Game, hätten sie sich niemals getraut, solche Berufe zu ergreifen, für die sie keine nennenswerte Qualifikation haben. Noch besser als das Konzept der Politikerhaftung finde ich die Basisdemokratie (direkte Demokratie). Volksentscheide sind ein traditionell liberales Thema, werden heute jedoch aus den verschiedensten Richtungen gefordert. Aktuell stehen Volksentscheide sowohl bei der Linken als auch bei der AfD im Wahlprogramm. Die Grünen hatten diese Forderung ebenfalls zu Anfangszeiten. Das Gute an direktdemokratischen Abstimmungen auf Bundesebene ist, dass man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Zum einen könnte so der Korruption der Kampf angesagt werden, zum anderen würde  die Repräsentativität der politischen Entscheidungen erheblich gesteigert werden. Sowohl in Brüssel als auch in Berlin gibt es mehr Lobbyisten als Abgeordnete, daher kann man schlecht bestreiten, dass nicht jeder Politiker im Interesse des Volkes, sondern im Interesse großer Konzerne handelt. Durch direkte Demokratie auf Bundes- oder sogar auf europäischer Ebene bräuchte man aber de facto keine Berufspolitiker mehr. Wenn man es schafft, geheime und sichere (das heißt unmanipulierbare) Abstimmungen zu ermöglichen, wozu braucht man dann noch die Scharen an überbezahlten Politikern mit ihren ebenso überbezahlten Beraterverträgen? Da das Volk als Ganzes entscheiden würde, ob bestimmte Gesetze erlassen oder gestrichen werden, hätten die Lobbyisten keine Chance mehr, schließlich kann man nicht zig Millionen Bürger gleichzeitig durch Zuwendungen und Beraterverträge dazu bewegen, im Sinne eines Pharma- oder Bankkonzerns abzustimmen. Zudem wäre jede einzelne Abstimmung und damit jede darauf folgende Entscheidung äußerst repräsentativ, da ein Großteil der Bevölkerung seine Stimme direkt zu einem bestimmten Thema abgeben durfte. Würde dann noch das Wahlalter (oder besser das Abstimmungsalter) z. B. auf 16 gesenkt werden, wäre man einer Vollrepräsentativität sehr nahe. 

Die Krise heißt Korruption, nicht Kapitalismus

„Der einzige Weg, um das Verhalten der Politiker zu ändern, ist, ihnen das Geld wegzunehmen.“ – Milton Friedman, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller 

„Die Krise heißt Kapitalismus“ titeln kommunistische und sozialistische Parteien und Verbände immer wieder. Wie man sich vielleicht denken kann, sehe ich das anders. Meiner Ansicht nach haben wir eine politische Systemkrise auf globaler Ebene. Leider scheint die parlamentarische Demokratie gescheitert zu sein – sie ist zu fehleranfällig und instabil. In Brüssel gibt es mehrere zehntausend aktive Lobbyisten, im Bundestag gehen sie ein und aus, als wäre es das normalste der Welt. Obwohl Berufs- und Parteipolitiker alleine wegen ihrer „Diäten“ schon überdurchschnittlich viel verdienen, scheinen sie quasi jede andere Möglichkeit, dazuzuverdienen, wahrzunehmen. Die Fälle von lupenreiner Korruption in der deutschen Politik mehren sich, die Dunkelziffer ist wahnsinnig hoch. Über die letzten Jahre und Jahrzehnte haben einige Megakonzerne durch großzügige Parteispenden und noch großzügerige Beraterverträge die Parlamente gekapert! Diese Entwicklung ist besorgniserregend, doch sie hat mit dem Kapitalismus per se wenig zu tun. Es ist leicht, den Kapitalismus als Wirtschaftssystem für diverse Missstände verantwortlich zu machen. Korruption gibt es jedoch praktisch überall auf der Welt, in den verschiedensten Formen. Selbst wenn ein Land von sich behauptet, es sei frei von Korruption, weil es ein kommunistisches System eingeführt hat, so gibt es immer noch eine Art herrschende Klasse! Ein Land, indem wirklich jeder gleich viel (oder besser gesagt: gleich wenig) hat, kann nicht existieren, dafür sind die Menschen einfach zu verschieden. Die zunehmende Korrumpierung der Parlamente demokratischer Staaten lässt sich meiner Meinung nach nur auf einem Wege bremsen: Die repräsentative Demokratie muss durch direkte Demokratie ersetzt werden! In Deutschland würde das, vereinfacht gesagt, bedeuten, dass 83 Millionen Menschen und nicht ein paar Hundert lustlose Berufsbürokraten herrschen. Auf einen Schlag würden die Großkonzerne ihren Einfluss auf die Politik verlieren, denn so viele Millionen Menschen können sie nicht gleichzeitig mit Spenden und Beraterverträgen dazu „bewegen“, in ihrem Sinne Politik zu machen. Wie der großartige Milton Friedman einst sagte: „Der einzige Weg, um das Verhalten der Politiker zu ändern, ist, ihnen das Geld wegzunehmen.“ Leider wird das aber nicht ohne Weiteres funktionieren (Berufspolitiker werden sich schließlich nicht selbst arbeitslos machen). Ich werfe ihnen gar nicht vor, dass sie schlechte Menschen sind. Ich bin im Gegenteil davon überzeugt, dass die meisten unserer Mitmenschen – zumindest im Kern – gute, das heißt gerechte und anständige Menschen sind. Allerdings sind sie auch „nur“ Menschen, das heißt, sie machen Fehler und sie sind bestechlich. Jeder Mensch ist von Natur aus bestechlich und sollte er ihnen etwas anderes erzählen, dann ist er ganz besonders bestechlich. Stellen Sie sich vor, Sie sind Abgeordneter und können bei einer potenziellen Gesetzesänderung mit Ja oder Nein abstimmen. Eigentlich sind Sie gegen die Gesetzesänderung, weil Sie wissen, dass große Konzerne dann neue Möglichkeiten haben, ihre Steuern zu „gestalten“, wie sie es nennen. Sie würden als eigentlich lieber für Nein stimmen. Das Problem: Seit Wochen werden Sie von mehreren Lobbyisten genervt, die Sie nicht nur mit Worten, sondern nun auch mit Barem umgarnen. Es stehen 10.000 Euro im Raum. Da sowieso niemand genau nachvollziehen kann, warum Sie entgegen anderer Erwartungen für Ja stimmen werden, nehmen Sie das Angebot schließlich an. Sie haben ja eine Familie zu versorgen und für das Alter vorsorgen würden Sie auch schon mal gerne… Daher ist die Basisdemokratie das einzig funktionierende Gegengift für diese Krise!

Glück ist demokratisch – der Rhythmus des Lebens – Gleichstellung ist ungerecht 

Schauen wir uns die moderne Welt an, so sehen wir Ungleichheiten. Viele Ungleichheiten. Lassen wir uns Karl-Heinz mit Frédéric vergleichen. Karl-Heinz ist Ende 70. Er hat mehr als 55 Jahre gearbeitet und zwar im (anstrengendem) Untertagebau. Er bekommt zwar eine Rente, allerdings ist es für ihn eher ein Auskommen als ein Einkommen. Karl-Heinz hat tief im Inneren schon seit er denken kann den Wunsch verspürt, einmal mehr Geld zu besitzen als jeder andere aus seinem Familien- und Freundeskreis. Frédéric ist so jemand. Frédéric kennt Karl-Heinz nicht und würde ihn bestimmt auch nicht gerne kennen lernen wollen, denn er ist ein hochnäsiges Mitglied der Pariser Oberschicht und wohnt in Neuilly-sur-Seine. Würde er Karl-Heinz dort in einer der vielen Pâtisserien treffen, so würde er mit Sicherheit einen Kulturschock erleiden und etwas laut C’est quel genre de patate allemande ? („Was für eine deutsche Kartoffel ist der denn?“) murmeln. Frédéric ist etwa im selben Alter wie Karl-Heinz, allerdings sieht er mindestens 15 Jahre jünger und auf den ersten Blick erkennt man auch, dass dieser besonders eitle Pariser ein prall gefülltes Konto hat. Karl-Heinz hat dagegen praktisch gar keine Ersparnisse. Warum ist dem so? Frédéric hatte nie einen besser bezahlten Beruf als Karl-Heinz. Er startete als Zeitungsjunge und danach absolvierte er eine Ausbildung im Handwerk. Eines Tages bekam der Betrieb, für den er arbeitete, einen Renovierungsauftrag in dem todschicken Pariser Vorort, in dem er heute selbst lebt: Neuilly-sur-Seine. In der Mittagspause las er Tageszeitung (er machte dies sonst nie), weil es ihm der Besitzer der in die Jahre gekommenen Villa, ein gewisser Emannuel, anbot. Aus Höflichkeit lehnte er nicht ab und blätterte durch die Seiten. Er schlug den Wirtschaftsteil auf, für Politik hatte er sich noch nie interessiert – in jungen Jahren erst recht nicht. Zum ersten mal in seinem Leben las er etwas über die Bourse de Paris. Er wusste nichts über Wertpapiere, doch es klang irgendwie interessant und da die Zeitung behauptete, mit Aktien können man Geld verdienen, ging er nach der Arbeit ausnahmsweise nicht in die Kneipe, sondern in die Bibliothek. Er war ein langsamer Leser und legte das Buch daher nach den ersten 20 Seiten weg, doch er wusste nun in etwa, was Aktien sind und entschied sich, die Hälfte seines Lohnes von nun an zu investieren. Den Rest seines Geldes gab er weiterhin für Alkohol, Zigaretten, die kleine Wohnung und Essen aus. Er investierte an Anfang der 1970er Jahre konsequent und über Jahrzehnte hinweg in Aktien großer französischer Unternehmen. Währenddessen gab Karl-Heinz sein Geld zwar auch für Alkohol und (billige) Zigaretten aus, doch er stieß nie auf den Wirtschaftsteil einer Zeitung. Das, was am Monatsende übrig blieb, verpulverte er im örtlichen Kasino, in der Hoffnung, irgendwann mit einem Koffer voller Geld die Spielbank zu verlassen. Allerdings traf dieser Fall nie ein. Frédéric ging mit 10 Millionen Francs auf dem Konto in Rente, Karl-Heinz mit 0 Mark in Rente. Wie war das möglich? Ohne wirklich zu wissen, was er tat, investierte Frédéric von 1973 bis 2007 (seinem Renteneintrittsalter) Monat für Monat große Teile seines Geldes in Aktien. Er machte insgesamt eine Rendite von 1.600 Prozent. Er versechzehnfachte also seine Ersparnisse, während Karl-Heinz jeden einzelnen Abend seinen Lohn verzockte. Frédéric hatte enormes Glück, denn ohne Emmanuel wäre er niemals mit der Börse und Aktien in Berührung gekommen. Er hatte auch Glück, dass er ein Jahr vor einem der größten Marktcrashs aller Zeiten 2008 alles verkaufte. Karl-Heinz hatte Pech, denn in seinem Leben gab es keinen Emmanuel. Er lernte nie etwas über Wertpapiere und investierte nicht eine Mark.

Die Gefährlichkeit des Generalisierens und Pauschalisierens  

Hüten Sie sich vor Menschen, die pauschalisieren und generalisieren! Zu oft hören wir Menschen sagen, dass alle Angehörigen einer bestimmten religiösen oder ethnischen Gemeinschaft beziehungsweise einer bestimmten Nationalität ganz bestimmte Eigenschaften hätten. Doch solche Pauschalurteile sind immer, wirklich immer, falsch. Und gefährlich. Nationalsozialisten wie Adolf Hitler behaupteten, dass jeder Jude böswillige Absichten hätte und die Deutschen bloß zu seinem eigenen Vorteil zu manipulieren versuche. Diese Behauptung ist natürlich absolut falsch, erst recht aufgrund der Generalisierung. Unzählige Sozialisten und Kommunisten haben ein Pauschalurteil gegenüber Reichen parat, das in etwa so lautet: „Reiche sind nur reich, weil sie andere Menschen betrogen und belogen haben. Sie kümmert es nicht, wie es anderen Menschen geht. Alle Reichen sind Egoisten!„. Falsch, natürlich. Aktuell ist es auch im Trend, jeden Kritiker politischer Maßnahmen gegen die Verbreitung einer gewissen Krankheit generell in eine „Schublade“ zu stecken, mit anderen Worten, zu framen. So werden Menschen, die staatliche Handlungen infrage stellen, in Windeseile zu Antidemokraten und Staatsfeinden deklariert. Natürlich ist auch diese Generalisierung grob falsch. Aber warum eigentlich? Nun, die Pauschalisierer vergessen, dass auch in Krisenzeiten noch Individualität besteht. Jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so. Es gibt viele Menschen mit ähnlichen Meinungen, aber nur sehr wenige mit wirklich (exakt) den gleichen Meinungen! Kapitalismusgegner gibt es sowohl bei der politischen Rechten als auch bei der politischen Linken, Antisemiten gibt es genauso parteiübergreifend beziehungsweise unabhängig der gesellschaftlichen Stellung. Im Folgenden möchte ich aktuelle Beispiele für Pauschalisierungsfehler auflisten: „Jeder Moslem ist Feind der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und interessiert sich nicht für die westlichen Werte und Normen.“; „Jeder, der die Regierung kritisiert, ist ein Spinner und Sozialschädling.“; „Jeder Millionär ist nur durch das Ausnutzen Anderer zu seinem Vermögen gekommen.“ Wozu das Generalisieren und Pauschalisieren im schlimmsten Fall führen kann, lehrt uns die Geschichte. Im Dritten Reich fing alles mit einer Spaltung der Gesellschaft an, die durch Pauschalurteile und Generalverdachte gegenüber den Juden befeuert wurde. Das schreckliche Resultat kennen wir alle zur Genüge. Daher wiederhole ich: Hüten Sie sich vor Menschen, die pauschalisieren und generalisieren!

Über das heutige „Bildungsbürgertum“ und die Verunstaltung des Querdenkerbegriffes

„Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.“ – Thomas Jefferson, 3. Präsident der Vereinigten Staaten

„Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten.“ – Otto von Bismarck, ehemaliger Ministerpräsident von Preußen

Betrachtet man diejenigen, die sich dieser Tage zum Bildungsbürgertum zählen, genauer, so fällt einem Erschreckendes auf. Mit dem klassischen Bildungsbürgertum (lesen, denken, debattieren, kritisieren) haben diese selbstgefälligen Gestalten nichts zu tun. Kaum einer von ihnen liest überhaupt noch Bücher oder Essays, kaum einer von ihnen denkt überhaupt noch bewusst über das nach, was er meint, zu wissen, kaum einer von ihnen denkt überhaupt noch in irgendeiner Form und erst recht hinterfragt niemand mehr von ihnen etwas, das als Wahrheit deklariert wird. Etwas, von dem die meisten denken, dass es stimmen muss, ist nicht unbedingt die Wahrheit. Eigentlich kennt niemand die Wahrheit, doch es gibt mit Sicherheit Menschen, die ihr nahekommen und andere Menschen, die mit ihrem Wissen von ihr weit, sehr weit entfernt sind. Lassen wir uns nun die heutigen sogenannten Bildungsbürger genauer unter die Lupe nehmen. Um es so eindeutig wie möglich zu machen, beschränke ich mich auf Deutsche, die denken, sie seien äußerst gebildet, es in Wirklichkeit aber ganz bestimmt nicht sind. Wie ich ausführte, sind diese Personen lesefaul, dafür verfolgen sie dennoch jede Schlagzeile und jede Nachrichtensendung. Sie saugen diese Informationen regelrecht in sich auf. Das Problem: Sie kommen gar nicht mehr auf den Gedanken, das Gesagte in irgendeiner Form kritisch zu hinterfragen! Das Gesagte ist ihr Gesetz. Das Gesagte ist ihre Hymne. Das Gesagte ist … ihr Wissen. Verstehen Sie mich nicht falsch: Nicht jeder ist so und nicht jede News ist fake. Doch was hat das Nachplappern von Leitartikeln aus Leitmedien (oder das Nachplappern von Leitsätzen von Leitpolitikern) mit Denken zu tun oder damit, dass man gebildet ist? Denken ist die Fähigkeit, mit dem Verstand zu arbeiten und zu überlegen. Außerdem: Seriöses Wissen haben die Nachrichten noch nie transportiert und damit meine ich noch nicht mal, dass Schlagzeilen und Artikel inhaltlich falsch oder absichtlich irreführend wären, sondern damit meine ich, dass man sein Wissen nicht aus diesen Quellen ziehen sollte. Nachrichten sind schnelllebig, vergänglich, schlecht recherchiert und sogar irrelevant. Was bringt es jemandem zu wissen, wo der letzte Terroranschlag war, was bringt es jemandem zu wissen, welcher Politiker gestern Nacht gestorben ist, was bringt es jemandem zu wissen, welche Meinung irgendein überbezahlter Bürokrat zu irgendeinem angeblich wichtigen Thema hat, was bringt es jemandem zu wissen, ob es einen Flugzeugabsturz gab. Die kurze und eindeutige Antwort: nichts! All das ist unnützes Wissen, das niemanden weiterbringt. Qualitatives Wissen findet man praktisch ausschließlich in Büchern. Informationen in Büchern sind gut recherchiert und in der Regel relevant. Und wer ein Buch liest, der kommt viel schneller zum Denken. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Denkern. Nachdenker und Querdenker sind eine vom Aussterben bedrohte „Rasse“. Im wahrsten Sinne des Wortes sind sie bedroht. Es wird nicht mehr gerne gesehen, sogenannte „Wahrheiten“ oder „Fakten“ infrage zu stellen. Stattdessen kriegen Kritiker ordentlichen Gegenwind. Und von wem? Natürlich: von unseren Lieblings-„Bildungsbürgern“. Erst wollen diese mündigen Bürger die Nach- und Querdenker belehren (mit ihrem „Wissen“); gelingt das nicht, fangen sie an zu diffamieren. Schuld sind Medien und Politik, die die Einzigen, die wirklich noch nachdenken und sich ihnen entgegensetzen, ebenfalls diffamieren. Aber wir erinnern uns: Was der Politiker oder Nachrichtensprecher sagt, ist für die ach so Gebildeten Gesetz. Diese Einstellung ist naiv, infantil, gefährlich. Naiv, weil es keine logische Begründung dafür gibt, warum Medien und Politik (immer) die Wahrheit sagen sollten, infantil, weil kleine Kinder mindestens bis zur Pubertät genauso handeln wie die „Bildungsbürger“ (sie übernehmen die Perspektiven ihrer Eltern, ohne diese infrage zu stellen) und gefährlich, weil so ein riesiger Mob scheingebildeter, fehlgeleiteter und anderen Meinungen gänzlich verschlossener Menschen entsteht. Dieser Mob wird leider immer größer, unter anderem, weil es bequemer ist, andere Meinungen und Gedanken (insbesondere Mainstream-Meinungen und -Gedanken) zu übernehmen, anstatt selbst zu denken. Auch ist dieses System äußerst robust. In Deutschland werden wir alle dazu genötigt, einen öffentlichen Rundfunk zu finanzieren, der als seriös gilt. Das dieser Rundfunk jedoch oft parteiisch berichtet und als einzige Quelle bei Weitem nicht ausreicht, um vernünftig informiert zu sein, wird verschwiegen. 

Off-Topic: Asymmetrie im Alltag? Unterschätzt! 

Desto länger ich über die Asymmetrie nachdenke, desto klarer wird mir, dass diese maßlos unterschätzt wird; auf allen Ebenen. Asymmetrie ist als Gegenteil von Symmetrie schnell definiert, doch niemand scheint wirklich über sie nachzudenken. Fangen wir mit dem Privatleben an. Hier findet sich Asymmetrie an vielen Ecken. Beispiele für negative Asymmetrie sind beispielsweise Rauchen, Drogenkonsum, Netflix, Fastfood und Glücksspiel. Wer raucht, Drogen nimmt, Netflix schaut, Burger und Pommes isst oder regelmäßig das Online-Casinos besucht, der verliert vieles und gewinnt nichts. Es ist mehr als offensichtlich (und logisch), dass Rauchen und Drogen Menschen physisch und psychisch krank machen, dass das Konsumieren von Netflix-Serien Menschen ihre Zeit und Konzentration raubt, dass Burger und Pommes Menschen vielleicht sättigen aber langfristig krank machen und dass die Bank immer gewinnt. (Auch, wenn man denkt, man hätte eine niemals endende Glückssträhne.) Dennoch muss man für diese Schädigung auch noch Geld bezahlen. Es gibt rational betrachtet fast nichts Dümmeres. Doch zum Glück gibt es positive Asymmetrien, von denen wir Gebrauch machen können. Zu den positiv-asymmetrischen Dingen zählen Sport, eine gesunde Ernährung, das Lesen von (guten) Büchern und Investitionen in unsere Weiterbildung und Altersvorsorge. Wer regelmäßig Sport treibt, wird u. a. durch Gesundheit belohnt, muss dafür aber nichts bezahlen; wer viele gute Bücher liest, der wird langfristig nur davon profitieren (obwohl er natürlich erst einmal Geld ausgeben muss).

Hören Sie nicht auf Menschen, die weniger haben, als Sie, oder: Hören Sie nicht auf Menschen, die nicht das haben, was Sie wollen (coming soon) 

 

Über die Grausamkeit des Kommunismus (coming soon)

 

Meine Inspiratoren: Nassim Taleb, Jordan Peterson, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Karl Popper, Friedrich Nietzsche, Marc Aurel, Aristoteles. 

 

 

 

Impressum

Adresse: Jakob Reidick, Küstrinweg 24, 48147 Münster | Kontakt: jr@jakob-reidick.com, 0177 5281520 | Inhaltlich verantwortlich: Jakob Reidick | EU-Streitschlichtung: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Ich bin nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle/ Universal­schlichtungs­stelle teilzunehmen. 

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